Zerkleinerungstechnik mit Pre- und Postprocessing

Auf der kommenden Fakuma in Friedrichshafen (12.-16.10.2026) präsentiert sich GETECHA nicht nur als Hersteller hochwertiger Schneidmühlen, sondern insbesondere als All-in-One-Partner für die Realisierung von Prozesslösungen von der Zerkleinerungs- über die Förder- und Absaug- bis zur Entstaubungs- und Verpackungstechnik. Am Stand 3210 in Messehalle A3 erfahren Kunststoffverarbeiter, welchen Mehrwert sie aus der Partnerschaft mit dem deutschen Anlagenbauer schöpfen können.

Seit Jahren legen die Unternehmen der Kunststofftechnik großes Augenmerk auf die lückenlose Inhouse-Aufbereitung der Reste aus ihren Verarbeitungsprozessen und deren wertstofforientierte Rückführung in produktionsnahe Materialkreisläufe. Dieser Entwicklung folgend hat der deutsche Anlagenbauer GETECHA schon früh damit begonnen, für seine internationale Kundschaft komplette Prozesslösungen zu realisieren, die über die Zerkleinerungstechnik hinaus auch weitere Stufen der Zuführung, Aufbereitung und Konditionierung des gewonnenen Mahlguts miteinschließen. So kann das Aschaffenburger Unternehmen heute sowohl den Kunststoffverarbeitern als auch der Recyclingindustrie nicht nur eine große Auswahl an modernen Schneidmühlen unterschiedlicher Leistungsklassen anbieten, sondern darüber hinaus auch hochgradig automatisierte Förder-, Absaug-, Entstaubungs- und Verpackungsanlagen für das Pre- und Post-Processing des Materials. Was das im Einzelfall bedeutet und wie solche integrierten Komplettlösungen in der Praxis aussehen können, darüber informiert GETECHA anhand zahlreicher Exponate auf der diesjährigen Fakuma am Stand 3210 in Messehalle A3.

Ein prozesstechnisches Highlight des Fakuma-Auftritts von GETECHA ist die vielseitige Trichtermühle RS 38060. Deren energieeffizienter, überlastgeschützter Motor (22 kW) treibt einen Variationsrotor (Schneidkreis 380 mm) an, dessen hydraulischer Andruckstempel selbst die Aufnahme großer Teile erlaubt. Auf der Messe ist die Mühle mit einer Vorstufe und einer Nachbearbeitung ausgerüstet. Die Vorstufe bildet das innovative Zuführsystem HHS, dessen Dosierschieber dem Schneidrotor das zu verarbeitende Material horizontal und lastabhängig zuführt. Dabei kann der Nutzer materialabhängig unterschiedliche Steuerprogramme auswählen, die Tempo und Druck der Zuführung regeln. Das HHS verleiht der Mühle die Fähigkeit, voluminöse Hohlkörper (z.B. Blasformteile) inklusive Butzen direkt – also eine Vorzerkleinerung – zu einem Mahlgut der gewünschten Korngröße zu verarbeiten. Für den Betreiber erübrigt sich damit der Einsatz vorgelagerter Shredder und sämtlicher Förderstrecken zwischen primärer und finaler Zerkleinerung. Allein schon dank des HSS reduziert er also seine Betriebskosten, senkt den technischen Aufwand und spart Zeit und Platz. Als Lösung für die Nachbearbeitungsstufe zeigt GETECHA auf der Messe eine Absauganlage, deren Luftstrom das Mahlgut aus der Mühle herausfördert sowie ein Entstaubungssystem vom Typ GE 50, das das Mahlgut mit einer Volumenleistung von bis 1.000 kg/h von Feinanteilen, Staub und Störpartikeln befreit. Beide Systeme stehen exemplarisch für eine attraktive Auswahl nachgelagerter Materialfluss-Lösungen, die GETECHA für den kontinuierlichen Prozessablauf anbietet. Dazu gehören – unter anderem – verschiedene skalierbare Saugeinheiten, die das Mahlgut sauber und kontrolliert zum gewünschten Einsatzort transportieren sowie Entstaubungssysteme, die das Mahlgut in nahezu neuwertigen Wertstoff verwandeln. Das so behandelte Material kann schließlich in einer Sack- oder BigBag-Verpackungsanlage – ebenfalls von GETECHA – gesammelt werden und ist optimal konditioniert für die Weiterverarbeitung.

Spitzenqualität in Modulbauweise

Die RS 38060 steht auf der Fakuma auch als Beispiel für das hohe Qualitätsniveau der Mühlentechnik von  GETECHA, bei der es immer auch um Wartungs- und Servicefreundlichkeit, hohe Lebensdauer, Sicherheit und Ergonomie geht. Diese Schneidmühle nimmt es mit verhakten Angüssen, Verpackungsrückläufern, Folienwickeln, Behältern und massiven Resten der Kunststoffverarbeitung auf. Ihre modulare Bauweise erlaubt zudem die funktionelle Erweiterung mit einer Austragsschnecke für den Materialaustrag, einer Kontrollkamera im Mahlraum oder einer Wasserkühlung. Die geschlossene, glatte Geometrie der Mahlkammer ist optimiert für die Reinigung bei Materialwechsel.

Als Ideallösung zum Zerkleinern mittlerer bis größerer Volumen von Kunststoffabfällen und Resten zeigt GETECHA auf der Messe die Zentralmühle RS 45090, die für kontinuierliche Durchsätze von bis zu 1.000 kg/h ausgelegt ist. Je nach Konfiguration kann sie sowohl Fehlteile als auch Platten und Rohre zerkleinern. Sie verfügt über mehrere Bypasstrichter und einen 45 kW-Motor, der drei oder fünf Reihen mit aufgesetzten Rotormessern (Rotordurchmesser 450 mm) gegen zwei Statormesser antreibt. Der Durchmesser der Sieblöcher beträgt serienmäßig 8 mm, lässt sich aber an verschiedene Materialien anpassen. Der Aufgabetrichter der Mühle kann manuell beschickt werden oder zur Prozessautomatisierung mit einer Zuführbahn ausgestattet werden. Trichter und Mühlenkörper sind doppelwandig mit einer integrierten Schalldämmung ausgeführt. Der Antrieb ist nach oben und in das Gehäuse verlegt, so dass die Mühle trotz ihrer Größe relativ wenig Stellfläche beansprucht. Die Öffnungshydrauliken des Trichters und des ausfahrbaren Siebwagens vereinfachen Reinigung und Instandhaltung.

Lösung für Spritzguss im Sauberraum

Ausgelegt für den Einsatz in der Spritzgießtechnik ist die laufruhige Beistellmühle GRS 180, die GETECHA auf der Fakuma zeigt. Sie eignet sich für hygienesensible Umgebungen, da sie dank integrierter Absaugung und optimierter Dichtungstechnik kaum Partikel abgibt (<1,0 µm). Zudem ermöglicht ein Spezialtrichter mit Automatik-Doppelschieber das rückspritzfreie Einschleusen von Angüssen und Resten. Über eine integrierte Steuerung lässt er sich an wechselnde Zyklen anpassen. Wird die GRS 180 mit zusätzlichem Verschleißschutz sowie Rotor- und Statormessern mit Hartmetalleinsätzen ausgestattet, zerkleinert sie auch abrasives Material. Dank ihres sparsamen 2,2 kW-Antriebs erreicht sie Durchsätze von bis zu 35 kg/h.


Für die Spritzgusstechnik interessant ist auch die kompakte Beistellmühle RS 150, die dank geringer Hüllmaße nur wenig Platz beansprucht und von GETECHA mit Nieder- und Hochgestell angeboten wird. Das vielseitige Trichtermodell eignet sich zum manuellen oder automatischen Zuführen von Angüssen und Fehlteilen über die Handlingsysteme der Spritzgussmaschinen. Dabei erreicht selbst beim Verarbeiten von TPE und POM exzellente Mahlgutqualitäten. Zudem punktet sie mit geringem Energiebedarf und lässt sich auf Aufgabehöhen von etwa 775 bis 1.280 mm abstimmen. An ihren horizontal positionierten Drei-Messerrotor lässt sich eine Absauganlage anschließen.

Integrierte Lösungen aus einer Hand

GETECHA ist aktuell ein gefragter Projektpartner für die Realisierung kundenspezifischer Zerkleinerungs- und Automationsvorhaben ist. Da das Unternehmen alle Leistungen von der Konstruktion und Entwicklung über die Fertigung und Montage bis hin zur Inbetriebnahme abdeckt, steht es den Anwendern der Kunststoff- und Recyclingtechnik als ganzheitlich agierender All-in-One-Partner zur Seite. GETECHA kann in seinem Technikum praxisnahe Testläufe durchführen und über sein Angebot an Standardmaschinen hinaus auch individuelle Sonderlösungen entwickeln.

Post-Processing: Für die Materialaufbereitung nach dem Zerkleinern bietet GETECHA Komplettlösungen – unter anderem bestehend aus Absaug-, Entstaubungs- und Verpackungsanlagen.